Mittwoch, 26. Oktober 2016

[Rezension] Deadlands. Ghostwalkers - Jonathan Maberry


Willkommen in den Deadlands, wo verbitterte Revolverhelden auf verrückte Wissenschaftler und finstere, unirdische Gestalten treffen. Hier, wo das große Beben von 1868 Kalifornien in ein Labyrinth aus vom Meer durchfluteten Höhlen verwandelt hat, wo mit einer geheimnisvollen Substanz Namens »Geisterstein« viele wundersame Steampunk-Erfindungen angetrieben werden und wo die Kugeln blutvergießend durch die Luft pfeifen. In Ghostwalkers wird der Auftragskiller Grey Torrance wortwörtlich von seiner blutigen Vergangenheit verfolgt und landet in der heruntergekommenen Stadt Paradise Falls, wo er in den tödlichen Konflikt zwischen der belagerten Stadt und einem teuflisch brillanten Alchimisten gerät, der fortwährend schreckliche, neue Waffen baut … und eine kleine Armee aus Untoten.
(Quelle: Papierverzierer)



Dieses Buch entspricht eigentlich so gar nicht meinem Leseverhalten, aber irgendwie hat mich der Klappentext doch gereizt, denn die Kombination aus Fantasy, Western, historischer Roman, Steampunk und Horror klang doch ziemlich verlockend.

Der Einstieg verlief sehr schleppend. Es wir viel erklärt. Der Leser erfährt viel zu den geschichtlichen Hintergründen und der amerikanischen Geschichte. Das ist zwar sehr gut, denn ich bezweifle, dass sich da viele Menschen wirklich auskennen werden, aber es zögert die eigentliche Handlung doch sehr heraus. Außerdem erfährt man einiges zu den Hintergründen der Charaktere und die Geistersteine werden näher beleuchtet. So richtig Saft kommt in die Geschichte erst nach circa 150 Seiten, doch dann wird es richtig richtig spannend. Intensiv werden diverse Kampfszenarios beschrieben und wer für solche überhaupt kein Faible hat, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Diese Kämpfe sind neben dem Erforschen der Geisterstein-Gegenstände, das Herzstück des Buches. Sie sind sehr präzise durchdacht und machen Sinn. Ich hatte oftmals das Gefühl, als wäre ich wirklich dabei, wenn prähistorische Wesen plötzlich zum Leben erwachten.

Der Schreibstil ist geprägt von ausufernden Beschreibungen und tiefgehenden Begründungen. Das ist einerseits sehr gut, denn sonst wäre man als Leser anhand der komplexen Geschichte wahrscheinlich aufgeschmissen. Andererseits ist es manchmal doch sehr viel. Maberrys Erläuterungen lassen sich allesamt sehr flüssig lesen, aber ich habe mich doch das ein oder andere Mal dabei erwischt, wie ich einige Zeilen mit einmal überflogen habe. Besonders wenn es um die zahlreichen Kampfszenen geht. 

Die Charaktere haben das Talent sich bereits nach kurzer Zeit in das Herz des Lesers zu schleichen. Egal ob der grobe und direkte Grey Torrance, der gebildete und clevere Schaut-Weg oder die anderen Menschen, die sie im Laufe ihres Wegs aufgabeln, sie alle sind von den Charakterzügen sehr unterschiedlich und gerade das macht sie zu einem unverbesserlichem und eingeschweißtem Team.

Das Ende ist spannungsgeladen und voller Action und besonders das Einflechten von Prolog 1 und 2, um den Leser von seinem Adrenalinschub wieder runterzuholen, fand ich mehr als gelungen.




Gemeinsam mit Grey und Schaut-Weg, begibt sich der Leser auf eine spannende Reise voller merkwürdiger Kreaturen, übersinnlichen Erlebnissen und charakterstarken Figuren. Wenn man erst einmal den zähen Anfang hinter sich gebracht hat, stürzt von einem spannenden Erlebnis ins nächste.

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